2. Station: Zwickau



Da sind wir wieder mit dem Bericht von Tag 2 der Provinzparade.

Nach einem ausgiebigen Frühstück, in der alten Brauerei Annaberg, ging es auch schon zu unserer nächsten Station der Provinnzparade, dem Ronsenplatz in Zwickau. Hier wurden wir schon von 2 Mitgliedern der Linksjugend Zwickau erwartet. Nach leichten Problemen mit dem Notstromer bauten wir unsern Stand komplett auf.
Der darauf startende Näh- und Druckworkshop wurde von den mittlerweile eingetroffenen Jugendlichen rege wahrgenommen. Mit unserer Hilfe entstanden selbstgedruckte Beutel und T-Shirts. Genäht wurden Beutel, T-Shirts und selbst entworfene Portemonnaie. Außerdem fand in einem kleinen Matratzenkreis der von Leuten Vorort gewünschte Workshop „Antifa- Proll – und Mackerscheiß“ statt. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich die mitgebrachten Luftballons, mit ihnen wurde die ein oder andere Haarpracht zum fliegen gebracht :) Ringsum füllten sich die Matratzen und Decken mit interessierten Menschen und die Stimmung unter den zahlreichen Besucher_innen war durchgängig gut. Gedruckt, genäht und gestanzt wurde bis es dunkel wurde, danach war die Zeit für die 2 mitgebrachten Dokumentationen gekommen. Als die letzten Nähte fertig waren, fing eine der Dokumentationen an und die Leute sammelten sich rings um die Leinwand vor unserem Jugendbus und wir sahen uns die Reportagen über die rassistischen Ausschreitungen in Hoyerswerda an.

Zwickau kann abschließend als großer Erfolg betrachtet werden. Bei gutem Wetter, toller Musik und guter Laune wurde getanzt, genäht, diskutiert und informiert. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und wir haben viele neue Leute kennengelernt. Gespannt auf den nächsten Tag in Limbach-Oberfrohna, verließen wir am späten Abend den Park.

1. Station: Aue

Heute hat die „Leben in der Provinz“-Parade gestartet, voll gepackt sind wir in Dresden gestartet und auf dem schnellsten weg nach Aue gedüsst. Auf dem Altmarkt angekommen haben wir glücklicherweise unseren super Pavillon aufbauen dürfen, auch wenn wir weniger Standfläche genehmigt bekommen haben, denn ohoho der MDR-Sachsenspiegel war da und hat von Aue aus den Wetterberericht gesendent. Der MDR war auch der Grund dafür das wir keine Musik spielen durfen, leider war unser Stand dann etwas leise und ist scheinbar so manchen aus dem Augenwinkel gefallen. Ganz so viele Leute waren nun nicht an dem Stand, aber für Aue an einem Tag mit 35 ° C waren laut Bestätigung von Orsterfahrenen doch relativ viele da. Vor Ort haben wir unseren Stand mit einem Stencil- und Druck-Workshop aufgepimpt, leider haben das nicht so viele Leute genutzt wie wir uns das gewünscht haben. Aber im ganzen eigentlich ein provinzieller Auftakt für unsere Tour.

Der Tag wurde von einem wahnsinnigen gefühlt sinnflutartigen Gewitter beendet, Hagelkörner so groß wie Haselnüsse gab es als Dreingabe noch dazu.

Jetzt sind wir unglaublich verschwitzt und genießen unseren ersten Sekt des Tages, morgen geht es gegen 11 weiter nach Zwickau. Dort sind wir von 13-20 Uhr auf dem Platz der Völkerfreundschaft anzutreffen, mit WS zu Beutelnähen, Stencil und Drucken und zum Thema „Sexismus und Mackerscheiß“

Wir freuen uns darauf euch zu sehen,

in dem Sinne Ahoi.

Eure verlotterten Paradekinder

Station 8 & 9 vollendet: Talsperre Pöhl & Plauen

Uuuuund ein weiterer Tag neigt sich dem Ende zu. Derzeit befinden wir uns im Vogtland, genauer gesagt in Plauen.

Der gestrige Tag – und damit Station 8 – war wohl eher weniger erfolgreich. Es führte unsere Provinz-Truppe an die Talsperre Pöhl.  Fazit des Tages: Heute war wohl ein Reinfall. Außer zwei Strafzetteln, in einer Höhe von insgesamt 50 Euro, gab es keinerlei nennenswerte Ereignisse. Der Bus konnte nirgendwo halten und somit konnte auch kein Stand aufgebaut werden. Aus Trotz – oder auch aus Lust – machten sich einige Menschlein am späteren Abend noch auf den Weg, um die Stadt mit Aufklebern zu verschönern, andere nutzten die Zeit, um ein wenig Schlaf zu erhaschen und wiederum einige begaben sich auf Kneipentour. Insgesamt ein ruhiger Tag.

Heute sah der Tag schon etwas rosiger aus, wenn auch nicht das Wetter. Nachdem wir mit vielen umwegen dann doch auf dem Theaterplatz in Plauen angekommen sind haben wir im strömenden REGEN die Pavillons aufgebaut und den Stand gestaltet. Leider war der Standort nicht so optimal, ein wenig abseits des Weges waren wir leider etwas ab vom Schuss für junge Menschen. Naja, der Stand war trotzdem schön! Kontakte gepflegt haben wir mit der hiesigen Jugend und danach ging es in die Kreisgeschäftsstelle zum Workshop „Einführung ins Versammlungsrecht- am Beispiel Plauen Nazifrei“. Nach einer theoretischen Einleitung ging die Diskussion zu praktischen basics über, a lá ‚wie melde ich eine Demo an?‘, Was muss ich beachten?‘ und ‚Wie reagiere ich da und dort situationsgemäß?‘. Als Resümee würde ich sagen: puhh ganz schön viel Theorie aber gut, dass nun endlich zu wissen und nun demnächst entsprechend agieren zu können.

Heute lassen wir den Abend mal wieder mit einem leckeren Essen ausklingen (hierbei danke an unseren zugeflogenen Super-Koch aus der Alten Brauerei, der ganz leckeres veganes Essen kochen kann!!!) und mal sehen was noch kommt.

Morgen gehts dann gefühlt viiiiieeel zu zeitig nach Limbach-Oberfrohna weiter. Wo wir mit einem Superinfostand mit Workshops wie Beutel-nähen, Jingel-basteln und dem Vortrag ‚Sexismus und Mackerscheiße in er Antifaszene‘ auftrumpfen werden. Hoffentlich spielt morgen das Wetter mit. Bekanntlich ist ja Limbach-Oberfrohna kein unbeschriebenes blatt.

So jetzt gibts lecker Hapa Hapa.

müsli, müsli, yumm yumm yumm

bis dahin

Die ganze Paraden-Bande

Station 7: Annaberg-Buchholz Strahlender Fleck Dunkeldeutschlands

Ausschlafen, Mittagsschlaf, früh im Bett. Ja unser Sonntag war doch recht erholsam! Das war auch bitter nötig, da verbale Diarröh sich so langsam unter den fleißigen Mitfahrer_innen breit machte. Aber genug vom Gammeln!

Bekanntlich hat Morgenstund ja Gold im Mund. Leider bietet dieses Gold nicht genug Anreiz um uns aus den bequemen Betten der Steigerhäuser zu locken. Erst nach einer halbstündigen Odyssee durch unterschiedlichste Weckersounds und dem damit einhergehenden Gegrummel schafften wir es am Ende doch noch aus dem Bett und starteten pünktlich unsere Fahrt nach Annaberg-Buchholz. Dank zahlreicher Umleitungen haben wir auch nur knapp 3 Stunden für die Strecke gebraucht, geplant waren 1 ½ -2  Stunden, Held_innen bei der Arbeit eben. :)

Endlich in Annaberg-Bucholz angekommen, empfingen uns auch schon viele nette Menschen in der Alten Brauerei, einem tollen soziokulturellen Zentrum mitten im braunen Sumpf Dunkeldeutschlands.

Da ein Stand als zu heikel eingeschätzt wurde, nutzen wir die Zeit ebenso sinnvoll um die Menschen hier kennen zu lernen. Sommerrodeln und Freibad waren angesagt! Hurra! Politische Arbeit macht halt einfach wahnsinnig viel Spaß. ;)

Wieder zurück zur alten Brauerei und vegane Soljanka und Aufstriche verputzen! Großes Lob auch hier noch mal an die tollen Köch_innen! Lecker! Nun lassen wir den Abend mit fleißigem Beutel nähen ausklingen und freuen uns schon sehr auf morgen. Da sind wir nämlich in Pöhl. Wir rollen weiter und ihr lest hoffentlich fleißig mit. :)

4. Station: Zittau!

Zittau, die alte Stadt der Einbahnstraßen und Kreisverkehre, hieß also die 4te Station der Provinzparade.
Nachdem wir es geschafft hatten zum Zittauer Büro der LINKEN zu gelangen, ging es nach kurzen Beratungen wegen des durchwachsenen Wetters auch alsbald zum Olbersdorfer See.
Dort angekommen durften wir den kompletten Stand inklusive Sofa und Musikanlage erst einmal einen gefühlten Kilometer zum Strand tragen, bevor uns bewusst wurde, dass wir doch die Befugnis hatten die Matrerialien mittels den Autos an den Strand zu transportieren, na verpeilen kanns ja Jede_r mal.

Nach ein paar Stündchen entspanntem Rumliegen und -sitzen am See bei guter Musik war der Andrang am Stand doch

insgesamt eher bescheiden, so ging es dann auch bald zurück nach Zittau, denn ein spannender Workshop erwartete uns im Zittauer Büro der LINKEN.
In dem Workshop „Alternativen zum beloschewistischen Kommunismus“ erfuhren wir viel über anarchistische Experimente in der Ukraine und der damaligen UdSSR und deren Niederschlagung durch die Rote Armee.

Anschließend haben wir den Tag bei gemütlichem Grillabend ausklingen lassen und durften nebenbei auch die ein oder andere sexistisch

e oder homophobe Aussage einiger Weniger der anwesenden Menschen vernehmen, bevor wir uns momentan mal ganz ohne Party von einem amüsanten Film früh in den Schlaf wiegen lassen.

Denn morgen geht es wieder einmal früh los damit wir pünktlich 10 Uhr da sein können um bei hoffentlich gutem Wetter mit Blauwal-Pool, guter Musik, Sofa und Stand unsere 5te Station namens Görlitz zu rocken!

3. Station: Hoyerswerda!

Hoyerswerda ist eckig. Inclusive vieler eckiger hässlicher Aufkleber, die es am dritten Tag der Provinzparade mit unseren bunten zu überstickern gibt. Ein bisschen verspätet treffen wir im Büro von Caren Lay ein, um mit Struppi zu frühstücken.

Irgendwann stellen wir fest, dass etwas fehlt. Ohne jegliche Spur und Nachricht zu hinterlassen, verlässt uns der Autoschlüssel von Roy und trotz einer intensiven Suche durch Marie und Struppi will er sich nicht zeigen. Also Planänderung: eine Abordnung fährt nach Dresden, um einen Ersatz zu besorgen, der Rest macht einen „Stadtspaziergang“, um die allerschönsten Ecken dieser wunderhübschen Stadt kennenzulernen.

Mit einer winzigen Verspätung treffen wir bei Sonnenuntergang am Geyerswalder See ein. Glücklicherweise hat sich das Wetter gehalten. Wir bauen also den Stand auf, hören auf dem extra für uns geschotterten Platz schöne Musik – allerdings will uns keiner so richtig besuchen. Am Strand bauen vier schöne Menschen Deutschland nach, um es dann mit Steinen zu bewerfen.

Nach 2 Stunden entspannter Standbetreuung übernehmen wir einen örtlichen Einkaufsmarkt, um die Zutaten für ein dekadentes Mahl zusammenzustellen – Kokosmilch-Tofu-Curry mit Reis und Nudeln. In der KuFa Hoy angekommen, versuchen wir, einen unvollständigen Pavillon aufzubauen, was leider nur teilweise klappt. Wir haben sehr geweint. Allerdings funktionieren die Plantschbecken prima!

Schon während der Kochsession zeichnet sich ab, dass wir da etwas großartiges fabriziert haben. Und entgegen allen Prognosen reicht das Essen für die drölftausend Menschen sogar.

Was danach kommt, ist mir nur noch schleierhaft in Erinnerung. Es gewittert, auf der KuFa-Terasse gibt es keine Luft mehr, sondern nur noch Wasser. Jemensch bezeichnet dies folgendermaßen: „Das Licht ist gut, die Musik auch und die Soundeffekte erst!“. Die hedonistische Front des Abends tanzt nämlich irgendwann in Badebekleidung draußen.

Autorin: LMJ

2. Station: Kamenz!

Heute war wieder ein schöner Tag, lange ausschlafen, gemütlich frühstücken und dann gings ab nach Kamenz. da haben wir uns mit der ortsgruppe der  Linksjugend getroffen um kontakte zu pflegen und uns zu informieren was denn in kamenz so abgeht. Die dort ansässige linksjugend hat erst diesen monat ein rießiges volleyball-tunier gegen rassismus gestemmt! coole sache!

Nach einer schönen und informationsreichen diskussionsrunde haben wir dann noch ein wenig basisarbeit betrieben und ein paar informationsmaterialien von die LINKE in briefkästen gesteckt und uns dann auf die reise in das riesige kaufland begeben. dort sind wir auf kuriose sachen gestoßen wie zum beispiel ein plantschbecken mit einem wasserspuckenden wal!

nachdem wir uns mit einem wälernen plantschbecken ausgestattet haben sind wir nach einem kurzen zwischenstopp an einen steinbruch zum baden gefahren und haben uns dort als waschechte stadtmenschen (zumindest haben wir uns fast alle so verhalten) mit einem krebs names heinrich angefreundet. sandra mussten wir allerdings davon abhalten dem krebs ein neues zuhause zu verschaffen und konnten sie überzeugen das kloschüsseln kein equivalentes zuhause für einen steinbruch krebs sind. nach diesem tollen plantscherlebnis haben wir noch ein wenig gegrillt und lassen nun den abend mit lauter musik und guter laune in  ausklingen.

morgen gehts zum frühstücken nach hoyerswerda und danach zum geyerswalder see, wir hoffen stark auf gutes wetter. am abend sind  wir dann in der kulturfabrik anzutreffen .

kommt doch einfach vorbei wir würden uns über netten zuwachs freuen!!

noch kurz der plan für die nächsten Tage:

mittwoch: hoyerswerda, geyerswalder see, kulturfabrik

donnerstag: Olbersdorfer See bei Zittau

freitag: Brunch auf Marienplatz Görlitz mit Pools und Infolounge

samstag: Elbe-Rad-Weg Pirna

für mehr infos fragt einfach nach.

Erste Station der Provinzparade: Bautzen!

Das erste Ziel der Provinzparade hieß am heutigen Tage Bautzen. Wir beenden den Tag mit neu erworbenen Eindrücken – positiv, aber auch – wie erwartet – negativ.Sehr gefreut haben uns natürlich die Interesent_innen, die uns am Stand besucht und auch zahlreiche Fragen zu uns und der Jugendorganisation an sich gestellt haben. Leider gab es auch einige unerwünschte Besucher in dieser gemütlichen Runde – aber wie sollte es auch anders sein? Vier Neonazis steuerten den Infostand geradewegs an und nahmen wahllos Flyermaterial etc an sich, um dieses später in umliegenden Mülleimern und Springbrunnen zu versenken. Ohne Protest ließen wir das natürlich nicht über uns ergehen, woraufhin die jungen Männer ein wenig ruppig worden. Es kam glücklicherweise zu keinen weiteren Ausschreitungen und somit setzten wir die Inforunde im aufkommenden Sonnenschein mit passender musikalischer Beschallung fort.

Nach Abbau fand im Europakontaktbüro noch ein Workshop zum Thema „Neonazis, Autonome, Neue Rechte, Kommunisten – Alles Extremisten?“ mit einem Vertreter des Forums Für Kritische Rechtsextremismusforschung aus Leipzig statt – verbunden mit einer Diskussionsrunde und klärenden Gesprächen über Begrifflichkeiten etc. Wir alle nehmen einige neue Eindrücke über  den Tag in Bautzen und die dortige politische Situation  mit. In diesem Moment befinden wir uns schließlich wieder in der gemütlichen Unterkunft, die uns zur Verfügung gestellt wurde bzw wird, und lassen den Tag ausklingen. So viel Input und neue Eindrücke müssen schließlich auch erstmal verdaut werden. ;) In diesem Sinne freuen wir uns bereits auf den nächsten Tag in Kamenz und das, was uns dort erwartet (hoffentlich besseres Wetter :).

kommt vorbei die provinz parade ist noch lange nicht vorbei!