1. Station: Aue

Heute hat die „Leben in der Provinz“-Parade gestartet, voll gepackt sind wir in Dresden gestartet und auf dem schnellsten weg nach Aue gedüsst. Auf dem Altmarkt angekommen haben wir glücklicherweise unseren super Pavillon aufbauen dürfen, auch wenn wir weniger Standfläche genehmigt bekommen haben, denn ohoho der MDR-Sachsenspiegel war da und hat von Aue aus den Wetterberericht gesendent. Der MDR war auch der Grund dafür das wir keine Musik spielen durfen, leider war unser Stand dann etwas leise und ist scheinbar so manchen aus dem Augenwinkel gefallen. Ganz so viele Leute waren nun nicht an dem Stand, aber für Aue an einem Tag mit 35 ° C waren laut Bestätigung von Orsterfahrenen doch relativ viele da. Vor Ort haben wir unseren Stand mit einem Stencil- und Druck-Workshop aufgepimpt, leider haben das nicht so viele Leute genutzt wie wir uns das gewünscht haben. Aber im ganzen eigentlich ein provinzieller Auftakt für unsere Tour.

Der Tag wurde von einem wahnsinnigen gefühlt sinnflutartigen Gewitter beendet, Hagelkörner so groß wie Haselnüsse gab es als Dreingabe noch dazu.

Jetzt sind wir unglaublich verschwitzt und genießen unseren ersten Sekt des Tages, morgen geht es gegen 11 weiter nach Zwickau. Dort sind wir von 13-20 Uhr auf dem Platz der Völkerfreundschaft anzutreffen, mit WS zu Beutelnähen, Stencil und Drucken und zum Thema „Sexismus und Mackerscheiß“

Wir freuen uns darauf euch zu sehen,

in dem Sinne Ahoi.

Eure verlotterten Paradekinder

Station 8 & 9 vollendet: Talsperre Pöhl & Plauen

Uuuuund ein weiterer Tag neigt sich dem Ende zu. Derzeit befinden wir uns im Vogtland, genauer gesagt in Plauen.

Der gestrige Tag – und damit Station 8 – war wohl eher weniger erfolgreich. Es führte unsere Provinz-Truppe an die Talsperre Pöhl.  Fazit des Tages: Heute war wohl ein Reinfall. Außer zwei Strafzetteln, in einer Höhe von insgesamt 50 Euro, gab es keinerlei nennenswerte Ereignisse. Der Bus konnte nirgendwo halten und somit konnte auch kein Stand aufgebaut werden. Aus Trotz – oder auch aus Lust – machten sich einige Menschlein am späteren Abend noch auf den Weg, um die Stadt mit Aufklebern zu verschönern, andere nutzten die Zeit, um ein wenig Schlaf zu erhaschen und wiederum einige begaben sich auf Kneipentour. Insgesamt ein ruhiger Tag.

Heute sah der Tag schon etwas rosiger aus, wenn auch nicht das Wetter. Nachdem wir mit vielen umwegen dann doch auf dem Theaterplatz in Plauen angekommen sind haben wir im strömenden REGEN die Pavillons aufgebaut und den Stand gestaltet. Leider war der Standort nicht so optimal, ein wenig abseits des Weges waren wir leider etwas ab vom Schuss für junge Menschen. Naja, der Stand war trotzdem schön! Kontakte gepflegt haben wir mit der hiesigen Jugend und danach ging es in die Kreisgeschäftsstelle zum Workshop „Einführung ins Versammlungsrecht- am Beispiel Plauen Nazifrei“. Nach einer theoretischen Einleitung ging die Diskussion zu praktischen basics über, a lá ‚wie melde ich eine Demo an?‘, Was muss ich beachten?‘ und ‚Wie reagiere ich da und dort situationsgemäß?‘. Als Resümee würde ich sagen: puhh ganz schön viel Theorie aber gut, dass nun endlich zu wissen und nun demnächst entsprechend agieren zu können.

Heute lassen wir den Abend mal wieder mit einem leckeren Essen ausklingen (hierbei danke an unseren zugeflogenen Super-Koch aus der Alten Brauerei, der ganz leckeres veganes Essen kochen kann!!!) und mal sehen was noch kommt.

Morgen gehts dann gefühlt viiiiieeel zu zeitig nach Limbach-Oberfrohna weiter. Wo wir mit einem Superinfostand mit Workshops wie Beutel-nähen, Jingel-basteln und dem Vortrag ‚Sexismus und Mackerscheiße in er Antifaszene‘ auftrumpfen werden. Hoffentlich spielt morgen das Wetter mit. Bekanntlich ist ja Limbach-Oberfrohna kein unbeschriebenes blatt.

So jetzt gibts lecker Hapa Hapa.

müsli, müsli, yumm yumm yumm

bis dahin

Die ganze Paraden-Bande

die erste woche ist geschafft (Teil I)

wie das so ist, die erste Tourwoche ist eine generalprobe. es fehlen sachen und müssen neu oder nachgekauft werden. die tourmnecshen nsind noch kein so eingespieltes team und alles wirkt ausschließlich spontan und damit auch ein bisschen stressiger für alle beteiligten. aufkleber die bestellt wurden, sind natürlich noch nicht da und der akku für die kamera ist auch nicht zu bekommen. das notstromaggregat steht in einer anderen stadt als der bus.

die erste woche im großraum chemnitz, war ein erfolg, aber eben auch eine generalprobe ind er viele fehler passieren die uns die kommenden wochen hoffentlich ersaprt bleiben.

ab heute haben wir auch on-tour internet, zumndest wenn wir der werbung trauen und der internetstick einfach wirklich so einfach aufzuladen geht- mal schauen.  Auch das mittagessen hat sich wegen des fehlens einer kocgh-crew derzeit reduziert auf eine vesperbeutel aktion(müsliriegel-trinkpack-apfel)

den ersten tag unserer tour hatten wir in flöha, das wetter war so beschissen und die innenstadt so leer, dass wir uns mit dem örtlichen direktkanidaten – gotfried jubelt – auf plakte hängen verständigt haben. macht ja nun auch keinen sinn einen infostand zu betreuen an dem in der stunde 10menschen vorbei laufen. also plakate gehangen.

am mittwoch gings auf nach annaberg. natürlich kamen wir zu spät, aber noch rechtzeitig um den stand lange vor der ersten großen pause des landkreis-gymansiums aufgebaut zu haben. die leher_innen waren allesamt sehr interessiert („ihr habt doch so einen aufkleber wo ein mensch das hakenkreuz zertitt, den würde ich gerne haben und mir ans auto kleben“) die elternvertrer (oder solche eltern die behaupten diese funktion zu haben) hatten alerding ein großes problem mit unserer Anwesenheit („mucke aus, ihr stört den unterricht“; „ihr habt halt nur müll im kopf“) what ever. die schüler_innen waren zurückhaltend aber intertessiert und wie es das klieschee will stellen sich auch junge ossis in eine schlange an um dann etwas zu nbekommen in dem fall ein vesperbeutel der auch aufkleber und das kurzwahlprogramm enthielt.

anschleißend sind wir auf den markt umngezogen, auch dieser wurde ohne lebendig geschrieben, das lied von rainhald grebe sei an dieser stelle ins gedächtniss zurück gerufen.trotzdem neben den örtlcihen nazis die sich auch um den markt platzierten gab es auch menschen die sich einen roten stoffbeutel besprüht haben und andere gespräche mit „Bürger_innen“

als wir am abend zu usnerem schlafplatz fuhren, meldete sich die weltretten tour bereits für den anbrechenedne abend an und nicht wie geplant erst die nacht darauf. also umdisponieren und einen neuen pennplatz besorgen, der anvisierte war zu klein und auch im zelt, was zwar kein problem gewesen wäre, zumal der genosse dessen garten es war uns sehr nett empfangen hat und dem klischee „im alter wird mensch eben spie0iger“ qua realität kräftig widersprach aber in einer laube in der gerade so 3 menschen nebeneinander schlafen können, ist es unmöglich 9 unterzubekommen, gerade dann wenn die variante zeot für 6 ausfiehl , da sie kein zelt hatten.

also alternativen suchen. zum glück erreichten wir den FSJ#ler Max ind er alten brauerei und wir hatten einen pennplatz sicher. also von schwarenberg(der pennplatz der geplant war und auch der nächste tag die schulen besuhct werden sollten) nach annaberg zurück und bis 2.30 die anknuft der weltretten tour ersehnt. die anknuft muss natürlich gefeiert werden, also war neimand vor 4.30 im bett, und das obwohl wir um acht uhr frühstücken mussten. aber davon in teilII mehr (teil

Frankreich vs. Zwickau

Nachdem nun jedeR noch mal die Möglichkeit hatte, sich der Tour anzuschließen, können wir nun auch ganz ohne schlechtes Gewissen von unserem traumhaften Frankreichtrip erzählen. Tja, großartiges Wetter hier, wette dass es in Schland grad schifft … ätsch! Wir konnten schön in der Sonne bruzzeln und Frühstücken und allen nochmal beweisen, dass selbst Ich-verteile-an-Uninteressierte-Kram-Touren verdammt schön sind.

Am tollsten waren ja die policier et policière an der Grenze als diese unseren Bus erspäht haben. Glücklicherweise ist Frankreich ja „offen“, sodass wir wenigstens nicht genötigt wurden den voll gepackten Bus durchsuchen zu lassen. An sich merkt mensch aber wieder, dass es doch manchmal sinnvoll sein kann, in der Schule auch mal ein paar Wörtchen Französich gelernt zu haben… komischer Weise kann Fabsi aber besser Französich als meiner eins. Was hier aber bis auf die Sprache gar nicht geht, sind diese schwer Miniatur-Rambos die in Dreier-Grüppchen um den Eiffelturm patroulieren (leider ist das Bild auf der Kamera, hier fehlt aber das Kabel). Trotzdem echt schlümmmm, da hat mensch echt das Gefühl – eine falsche Bewegung und du hast diese rießigen Gewehre vorm Gesicht – aber lange Haare oder ein rosa T-Shirt reichen da bestimmt auch aus.

Okay, müssen jetzt mal Schluss machen, die I-Net-Cafés sind alle teuer und intolerant gegenüber Raucherinnen.

Mal sehen, was der Tag außer Sonnenbrand noch bringt,,,

Erzgebirge – Zwickau TAG #17 + morgens am Tag #18

wir wollten nach einem Zwischenstopp im Rothaus um die vergessenen Klamotten entgegennehmen und dann zum Geyerischen Teich fahren. Dort angekommen erwartete uns eine leere Landschaft. Naja ich übertreibe, immerhin waren ein paar sehr alte Meschen spazieren. Für einen Spaziergang am See muss mensch übrigens 2€ bezahlen. Kranke Scheisze.

Als wir Matze in Zwönitz aufgesammelt hatten, machten wir uns auf nach Lugau und Oelsnitz. In Lugau stellen wir seit der letzten Wahl den Bürgermeister, leider hatte das Rahthaus zu und wir konnten die Flasche Rotkäpchen nicht übergben. Pech gehabt Torsten :)

NAch etlichen überklebten NAziaufklebern fuhren wir nach Oelsnitz.- Das Klima war schon ehrheblich menschenfeindlicher, etliche Nazis und Aufkeber. Ein Eis gegessen und auf nach Zwickau. Am 18.9. ist übrigens Anti-NPD-im-Kreistag Demo in Annaberg.

In Zwickau angekommen besuchten wir die Jugendgruppe, die nach einer sehr langen Sommerpause ihr ersten Treffen hatte. Auch hier nochmal Aufkleber kleben und dann ab in die Schlafstätte. Die war in Werdau, einem weiteren Ort in dem wir den Bügermeister stellen.

Heute früh zwei Schulen mit Aufklebern, Postkarten und Neurotickern bestückt und einer längeren Diskussion mit einem Typen der meinte „ich bin doch nicht für die Meinung anderer Veranstowrtlich“, dies im Bezug auf Rassitische Meinungen, machten wir uns auf nach Paris.

Mittweida – Rochlitz – Geringswalde – Chemnitz

wow! was für ne Stimmung im Bus, wir waren ziemlich angenervt von der heutigen Situation. wir waren nur zu dritt, sind auch schon zwei-Wochen unterwegs und sind auf dem Weg zu einer der Nazi-Regionen in Sachsen.

Wie in Wurzen habe ich auch in Mittweida, Rochlitz und Geringswalde ein sehr mulmiges Gefühl im Magen. Es ist beklemmend durch diese Nazi-Käffer zu fahren oder zu laufen. Wir hatten zwar vorher mit der Parteigeschäftstelle Kontakt und mit Ihnen alles abgemacht, als wir aber heute ankamen wusste niemand etwas. Als haben wir in Mittweida einen Kaffee getrunken und uns dann dagegen entschieden, dass wir „2,5 Schwuchteln“ durch Mittweida laufen und Nazi-Aufkleber entfernen bzw. überkleben. Es schien uns schlicht zu heiß nachdem wir bereits am Ortseingang die komplette Thor-Steinar Kollektion bewundern durften.

Also auf zur „Alten Schmiede“, einem linken und selbstverwaltetem Zentrum in Rochlitz, welches vor ein paar Wochen von Nazis angegriffen wurde, und dies nicht zum ersten mal. Die junge Linke hatte sich deshalb überlegt, dass wir mehr Solidarität zeigen sollten, als nur eine PM zu schreiben und deshalb der „alten Schmiede“ einen Baumarktgutschein von 300€ zu übergeben. Da dieses Zentrum aber weder telefonisch noch online erreichbar ist, kamen wir an und niemand wusste etwas, aber wir wurden beim Losfahren das Gefühl nicht los, in dieser Location nicht wirklich willkommen zu sein. Wenigstens gibt es jetzt eine Kontakt -e-mail-adresse. Außerdem wollten wird dort die Jugendgruppe aus dem Kreis Mittweida finden.

Dort war sie nicht. Schade. Also fuhren wir zu einer Adresse die uns eine Genossin mitteilte, diese befand sich in Geringswalde. Bis dato hatten wir nämlich nur alte Handynummern…

Die Einfahrt in diese Stadt gab den Blick auf unzählige Wimpelketten frei – alles bunt geschmückt. Weil: 775 Jahre Gehringswalde wird gefeiert, ein so genanntes „Heimatfest“ soll statt finden. Warum man das ganze nicht einfach „Stadtfest“ nennt, kann sich sich der geneigte Leser selber herleiten. Jedenfalls scheint der ganze Ort in eine heimatduselige Ortsverschönerung eingebunden zu sein.

Am Jugendclub geparkt und eine Zigarette geraucht. Und huch, David kam um die Ecke und war sehr überrascht, dass wir da waren.

5 Minuten später haben wir uns für gleich beim Döner-Imbiss am Markt getroffen. Wir kamen an und es stand ein weiterer junger Mensch vor der Tür und wartete auf david, dieser hatte inzwischen alle anderen angerufen und alle die gerade alles stehen und liegen lassen konnten kamen. Das diese Jugendgruppe bestehend aus 60 Menschen es innerhalb von ein paar Minuten schafft, so viele Menschen zu mobilisieren hat uns umgehauen, macht uns aber auch nachdenklich wie krass diese Realität vor Ort sein muss. Wie schnell Menschen da sein müssen um einen Naziübergriff zu verhindern bzw. ihn abzumildern.
Dass die NPD zwei Landtagsabgeordnete vor Ort hat und diese es auch schaffen kurz nach nem Naziübergriff zur Stelle zu sein und die Polizei davon zu überzeugen, dass die verfolgten Täter_inne keine seien, schockiert. Denn die Linke hat vor Ort „nur“ einen MdB, da sind die Arbeitsorte aber ein bisschen weiter weg …mist sowas.

Jedenfalls ist uns bei der Rückfahrt, auf der der Tank so leer war, so dass wir Blut+Wasser geschwitz haben und sogar Bubble gebetet hat, dass wir auf keinen Fall auf dem Weg nach Chemnitz irgendwo liegen bleiben, bewusst geworden, dass wir eine gute und koordinierte Arbeit im ländlichen Raum ermöglichen müssen. Dies auch als Resümee von den Besuchen in Nordsachen, Westsachen und der Oberlausitz.

Am 3.9. ist übrigens in Hainichen bei Chemitz eine Demo gegen die milden Urteile für die Sturm34 Täter_innen.

Sicher in Chemitz angekommen, gehts morgen erst ans Gymnasium – Aue – Geyrischer Teich – Zwickau

bis dann und vielleicht habt ihr ja Lust vorbei zu kommen? den Hilferuf den wir heute verschickt haben, wirkt. Morgen werden wir deutlicg mehr sein.

Brand-Erbisdorf Motto: I will survive!

Die erste Nacht, und damit die ersten Stunden in der Großen Kreistadt Brand-Erbisdorf, hat Jule ja schon geschildert. Noch ergänzend: Diese Kleinstadt hat 4 Jugendclubs, die alle selbstverwaltet sind und drei von diesen sind direkt(!) nebeneinander. Der „imi“ „punk-dominierter“ (Initiative mit Ideen), die „roten rüben“ „links-normalo“ und der „no limit“ – „normalo-stino“…coole Arbeit auch von Stadträt_innen Lars Kleba und Bernd „Spolle“ Spollwick :)

Nachdem am Samstag der 10 Uhr Termin am Erzengler See wegen schlechtem Wetter und „Kater“ abgesagt wurde, machten wir uns verspätet auf zum Soldatenteich in Freiberg. Dort fanden wir ganze 5 Kinder vor und entschieden uns, den Aufwand des Aufbaus nicht auf uns zu nehmen. Deshalb bauten wir in unmittelbarer Nähe des Polzeireviers – genauer: Stadtpark – unsere Anlage auf…trotzdem auch hier nicht viel los war, hatten wir zumindest das gute Gefühl irgendetwas in der Öffentlichkeit gemacht zu haben.

Hier auch ein Video von tanzenden Hedonist_innen (mit VLC-Player öffnen).

Uns wurde zwar gesagt, dass es noch nie so eine Party im Stadtpark gab, so richtig glauben will ich es aber nicht. Wir bauten unsere Zelte ab und kamen zum Grillen in den Brennpunkt.

Den Samstagabend verbrachte der eine Teil mit dem erstellen von Buttons (Buttoncharts: 1. „Heimkind“; 2. „gott 2.0“; 3. „Deine Realität ist Scheisze“) und T-shirts.

Der andere Teil spielte Nintendo-64 über den Beamer oder gab sich dem Alk-Rausch hin.

Neben „hochtrabenden Gesprächen“, auch am Sonntag, erwachten viele von uns mit einem Kater.

…wieder nicht so schönes Wetter, Mist. Also wieder ein Indoor-Tag bzw. ein Besuch in der Tschechischen Republik…am heutigen Montag bliebt nur festzuhalten. Hier zu (über)leben ist nicht einfach. Wir haben immerhin drei Tage Brand überlebt.

Heute früh/nacht 7.10 Uhr haben wir das erste Gymnasium besucht, Schüler_innen bemitleidet und Flyer/Neuroticker und Kondome verteilt, um uns nun auf den Weg zum Berufsschulzentrum in Freiberg und später in die Nazi-Kleinstadt Mittweida zu machen . Gerade diskutieren wir noch ob wir im Ladenlokal der Linken schlafen wollen oder doch lieber gesund und ohne eingeschlagene Kniescheiben in einer anderen Stadt.

P.S. Hier wurden das erste mal unsere Tour-Plakate gehangen.

Quer durch Sachsen …

… führte uns der 13. Tag. Wider die Behauptung, dass die Zahl 13 Unglück nah sich zieht, haben wir einen ganz ok_en Tag verlebt. Ungewaschen und unausgeschlafen trafen wir uns mit Heiko Kosel in Wartha (bei Bautzen) und ergingen uns in einem Frühstück auf dem Ökohof, bzw Biosphärenreservat – der „Standort“faktor des 80-Seelendorfes. Mit Heiko einen Rundgang über den Hof und den Ort gemacht, erfuhren wir einiges über Bevölkerungsschwund, die „Schließung“ von Gemeinden (sprich .. diese sind dann einfach nich mehr da…) und darüber dass Wartha im Aufbruch begriffen ist (neben dem Biosphärenreservat gibts u.a. Pläne einen öffentlichen Treff zu eröffnen, ausserdem gibts immerhin noch 6 LINKE-Mitglieder vor Ort – macht 7.5 % der Wohnbevölkerung).

Ungewöhnlich pünktlich kamen wir danach in Dippoldiswalde an, Blogg bestücken, Mails abarbeiten, essen und dann doch eine Aufkleberaktion mit Marco und Emil – den Jugendchekkern von vor Ort. Wie beinah in allen Orten waren „Freier Widerstand“ und „Nationale Sozialisten“ mit diversen Aufkleberkollektionen präsent. Wieder mal bewährten sich unsere „Ich überdecke einen beknackten Naziaufkleber“-Aufkleber. Nebenbei enstand die Überlegung Aufkleber in A6 Format zu prdouzieren. Nunja.

Mit Verstärkung – Emil – ging es dann nach Freiberg, wo schon an den Laternen sichtbar war, dass hier linke Politik rockt. Um wiederum 3 Personen und einen Hund aufgestockt, setze sich unser überladener Bus dann ins legendäre Brand-Erbisdorf in Gang. Hier hieß es Brennpunkt – das offene Büro von Elke Altmann (gelernt haben wir dann dass es kein „offenes Abgeordnetenbüro a la WIR AG oder linXXnet ist, sondern vordergründig ein soziokultureller Treff) und dann in den Jugendclub der Roten Rüben. Hier hat die Junge Linke bzw. vormals PDS-Jugend Sachsen schon einige prdouktive Äh-Abstürze erlebt.

Ach ja: zu den 9 Leuten Busbesatzung kamen noch Julia und Jens aus DD dazu, Claudi war am Start und sonst auch alles schön. Kurz vor dem Rausschmiss aus dem Club der „Roten Rüben“ gegen 3 Uhr trafen wir noch auf drei junge Leute, die echtes Interesse an linker Politik haben. Den für heute Morgen 10 Uhr geplanten Infostand mussten wir leider platzen lassen, aber Samstag und Afterparty sind wohl Entschuldigung genug. Nicht zu vergessen die großartige Dusche im Brennpunkt.

Die nächsten 2 Tage wird es uns in Brand und Freiberg halten …

…dann hoffentlich mit mehraussagenden Bildern…

TAG #12 in Bautzen

In Bautzen wurden wir von Heiko und 3 jungen Menschen – die uns 7 Eintrittserklärungen übergaben – empfangen.

Der Tag in Bautzen verlief so, wie wir uns bei der Planung diese Tour vorstellten. Zu allererst haben wir nen Stand am Olbasee in Kleinsaubernitz aufgebaut und Julia und noch eine bis dato unbekannte junge Frau verteilten Flyer am Strand.

Dann verließen wir den Olbasee in Richtung Talsperre Bautzen, bei dem am Abend mehr los sein sollte als am Olbasee. Umweg machten wir über den Bahnhof und mussten feststellen, dass die Angabe „Bahnhof“ bei der Farhplanauskunft nicht immer der DB-Bahnhof ist. Florian war gezwungen eine Nacht länger zu bleiben. An der Talsperre angekommen, bauten wir die Anlage und Liegestühle auf. Nachdem wir die Anwesenden Menschen fragten, ob sie Musik stören würde und wir die Antwort bekamen „Hauptsache laut!“ begann der Abend mit „Raven gegen Deutschland“. Wie sich später herausstellte war Zufällig auch der jugendpolitische Sprecher des Kreisvorstandes unter den befragten Jugendlichen war.

Bis früh 2 Uhr tanzten Menschen auf dem Sand. Die Spannbreite der Musikwünsche ging von Iron Maiden über Oi-Mugge über Egotronic über „tanzbare Msuik“ – der arme DJ. Und wir hatten parallel die Gelegenheit zu erfahren das Bautzen nun 2 Ortsgruppen hat und hoffen dass es gut geht.

Heute früh haben wir nen NPD-Aufkleber vom Bus abreißen müssen und haben uns auf zum Biosphärenreservat in Wartha gemacht wo wir auch unser Frühstück von Heiko spendiert bekamen…

was für ein 9.Klasse „Was hast du in den Ferien gemacht?“-Bericht.

Tag 11, hedonistischer Luxusempfang in Zittau

Nachdem wir es wirklich gschafft hatten, pünktlich unseren Zug nach Zittau zu erwischen, gings an Light-Frühstück im Zug. Mensch bemerke, es war 8:33 und am Vortag war Konzi im ART-Block, ergo war die Motivation auch etwas gedrückt. Glücklicherweise begleiteten uns noch zwei Genossen aus HoyWoj, sodass wir gegenüber dem Empfangskomitee in der Geschäftsstelle in Zittau einen nicht ganz so kläglichen Eindruck machten… Hätten wir jeden Tag so ein Frühstücksbuffet, bräuchten wir nach einer Woche nen größeren Bus,,, *zieh ich arm und beine ein, könnt ich eine KUGEL sein*,,,

Nach der Stärkung begutachteten wir erstmal die Aktivitäten des lokalen Nazi-Konglomerats und übten uns im sinnvollen Warten bis Bubble mit dem Bus aus Dresden (war ja in der Werkstatt) eintraf. Anschließend ging es sofort an den Olbersdorfer See, an dem zwar jungen Menschen warteten, wir aber nachdem Aufbau der ganzen Technix überraschedn dem Regen weichen mussten. Also wieder alles in den Bus tragen,,, tippel, tappel,,, wir mussten natürlich 100te Kilometer vom Strand entfernt parken. Resume: alles nass, und keine Ahnung was wir machen sollten. Also gings erstmal in die Geschäftsstelle zurück, Sachen zum trocknen aufhängen.

Dem aufkeimenden Hungergefühl folgend hatte Fabina dann die großartige Idee auf Pizzabacken, sodass wir an diesem Abend in einer angenehmen WG versacken konnten.

Außerdem haben wir auch ein Maskottchen gefunden.