3. Limbach-Oberfrohna und alle so Yeahhhh…

Nach dem gemeinsamen Aufstehen mit dem Leuten Vorort, fuhren wir mit Roy auf den Johannisplatz. Hier bauten wir Zelt und Stand auf und wurden dabei von den ersten Ortsansässigen aus anderen Zusammenhängen bekannten Menschen kritisch beäugt.

Angenehmer Weise blieb es bei in sich rein gemurmelte Beschimpfungen.
Insgesamt gingen die meisten Menschen leider eher vorbei, als dass sie auf uns zu kamen.
Jedoch verirrte sich der ein oder andere Jugendliche zu uns, vor allem die jüngsten hatten an unserem Druckworkshop Interesse und druckten sich einen Beutel nach dem anderem.
Zum Mittag gab es Verpflegung von den tollen Menschen der sozialen und politischen Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna.  Nochmals vielen Dank für die nette Bewirtung ;)
Als das letzte Kind glücklich und zufrieden unseren Stand verließ bauten wir zusammen und machten uns auf den Weg zur DORO, dem Hausprojekt welches vor knapp 3 Jahren angezündet wurde und Limbach zu trauriger Berühmtheit verschaffte…
Es war spannend was die Jugendlichen in kompletter Eigenregie aus dem fast ausgebrannten Haus gemacht haben.
Der Tag klang mit lecker esssen und vielen guten gesprächen u.a. zu sicherem kommunizieren und der aktuellen Situation im Iran und der Stellung der Linken aus.
Morgen geht’s weiter in Rochlitz und Geringswalde.
Wir sehen uns,
so  far die verlotterten Paradekinder
p.s. fotos kommen später :)

2. Station: Zwickau



Da sind wir wieder mit dem Bericht von Tag 2 der Provinzparade.

Nach einem ausgiebigen Frühstück, in der alten Brauerei Annaberg, ging es auch schon zu unserer nächsten Station der Provinnzparade, dem Ronsenplatz in Zwickau. Hier wurden wir schon von 2 Mitgliedern der Linksjugend Zwickau erwartet. Nach leichten Problemen mit dem Notstromer bauten wir unsern Stand komplett auf.
Der darauf startende Näh- und Druckworkshop wurde von den mittlerweile eingetroffenen Jugendlichen rege wahrgenommen. Mit unserer Hilfe entstanden selbstgedruckte Beutel und T-Shirts. Genäht wurden Beutel, T-Shirts und selbst entworfene Portemonnaie. Außerdem fand in einem kleinen Matratzenkreis der von Leuten Vorort gewünschte Workshop „Antifa- Proll – und Mackerscheiß“ statt. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich die mitgebrachten Luftballons, mit ihnen wurde die ein oder andere Haarpracht zum fliegen gebracht :) Ringsum füllten sich die Matratzen und Decken mit interessierten Menschen und die Stimmung unter den zahlreichen Besucher_innen war durchgängig gut. Gedruckt, genäht und gestanzt wurde bis es dunkel wurde, danach war die Zeit für die 2 mitgebrachten Dokumentationen gekommen. Als die letzten Nähte fertig waren, fing eine der Dokumentationen an und die Leute sammelten sich rings um die Leinwand vor unserem Jugendbus und wir sahen uns die Reportagen über die rassistischen Ausschreitungen in Hoyerswerda an.

Zwickau kann abschließend als großer Erfolg betrachtet werden. Bei gutem Wetter, toller Musik und guter Laune wurde getanzt, genäht, diskutiert und informiert. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und wir haben viele neue Leute kennengelernt. Gespannt auf den nächsten Tag in Limbach-Oberfrohna, verließen wir am späten Abend den Park.

1. Station: Aue

Heute hat die „Leben in der Provinz“-Parade gestartet, voll gepackt sind wir in Dresden gestartet und auf dem schnellsten weg nach Aue gedüsst. Auf dem Altmarkt angekommen haben wir glücklicherweise unseren super Pavillon aufbauen dürfen, auch wenn wir weniger Standfläche genehmigt bekommen haben, denn ohoho der MDR-Sachsenspiegel war da und hat von Aue aus den Wetterberericht gesendent. Der MDR war auch der Grund dafür das wir keine Musik spielen durfen, leider war unser Stand dann etwas leise und ist scheinbar so manchen aus dem Augenwinkel gefallen. Ganz so viele Leute waren nun nicht an dem Stand, aber für Aue an einem Tag mit 35 ° C waren laut Bestätigung von Orsterfahrenen doch relativ viele da. Vor Ort haben wir unseren Stand mit einem Stencil- und Druck-Workshop aufgepimpt, leider haben das nicht so viele Leute genutzt wie wir uns das gewünscht haben. Aber im ganzen eigentlich ein provinzieller Auftakt für unsere Tour.

Der Tag wurde von einem wahnsinnigen gefühlt sinnflutartigen Gewitter beendet, Hagelkörner so groß wie Haselnüsse gab es als Dreingabe noch dazu.

Jetzt sind wir unglaublich verschwitzt und genießen unseren ersten Sekt des Tages, morgen geht es gegen 11 weiter nach Zwickau. Dort sind wir von 13-20 Uhr auf dem Platz der Völkerfreundschaft anzutreffen, mit WS zu Beutelnähen, Stencil und Drucken und zum Thema „Sexismus und Mackerscheiß“

Wir freuen uns darauf euch zu sehen,

in dem Sinne Ahoi.

Eure verlotterten Paradekinder

Provinzparade 2012 gestartet!

Vom 20.08. bis 01.09. sind wir auf Tour! Que(e)r durch die Provinz fahren wir alles an. Dabei haben wir viele spannende Workshops, Partys, Podiumsdiskussionen und Infos im Gepäck. Außerdem gibt es eine Live-Berichterstattung auf unserem Blog! Kommt vorbei, wir sind an folgenden Orten anzutreffen:

Die Provinzparade ist eine 2-Wöchige Tour durch die Landkreise Sachsens, die dieses Jahr zum 4mal stattfindet. Ziel ist es gemeinsam mit Jugendlichen vor Ort auf die Belange und Probleme von Jugendlichen die im l

ändlichen Raum leben aufmerksam zu machen.

Aus diesem Grund finden größere Infostände, aber auch Workshops und Partys statt. Natürlich an Orten die nicht nur von Jugendlichen frequentiert werden, sondern möglichst auch von diesen betrieben werden.

Außerdem gibt es unzählige Treffen mit alternativen, antifaschistischen Akteuren/Jugendzentren, um die bisherige Zusammenarbeit zu verstetigen.

Wir sind unterwegs in: Aue, Zwickau, Limbach-Oberfrohna, Rochlitz, Geringswalde, Naunhof, Eilenburg, Meißen, Hoyerswerda, Radeberg und Pirna.

Station 10: Limbach-Oberfrohna – Friede, Freude, Bratkartoffel

Donnerstag 9 Uhr: Panik bricht aus. Das LINKE Büro in Plauen sieht aus wie nach einem kleinen Bürgerkrieg. Mitarbeiter_innen ersetzen den bisher ignorierten Wecker.

Dank dieser lieben Menschen kamen wir heute quasi zum ersten mal pünktlich aus dem Bett und somit auch pünktlich in die Autos, um nach Limbach-Oberfrohna zufahren. Dort angekommen erwartete die Polizei uns auch schon und erklärte uns das weitere Verfahren, Bereitschaftsdienst, Zivilfahrzeug, Streife und so ähnliches.

Fix den Stand aufgebaut, Musik angemacht und die Leute aus dem Umfeld des Schwarzen Peter´s kennen gelernt. Großartige Menschen! Solche hier zufinden hätten wir nicht gedacht. Supi!

Nazis in freier Wildbahn gab es heute auch zu bestaunen. Junge, alte, große, kleine, ach die Vielfalt war erstaunlich! Aber außer einigen deutschen Grüßen blieb es ruhig. Aber was soll man schon erwarten. Getreu dem Motto „Kühe, Schweine, Ostdeutschland!“

Nun geht es mit netten Gesprächen, feinem Essen und noch diversen Versuchen in Handarbeit so langsam ins Bett. .. sehr langsam!

Morgen steht mit Zwickau die letzte Station auf dem Plan. Wir freuen uns! Über Zwickau und über das baldige Ende der Tour. :)

Autor: Matthias

Station 8 & 9 vollendet: Talsperre Pöhl & Plauen

Uuuuund ein weiterer Tag neigt sich dem Ende zu. Derzeit befinden wir uns im Vogtland, genauer gesagt in Plauen.

Der gestrige Tag – und damit Station 8 – war wohl eher weniger erfolgreich. Es führte unsere Provinz-Truppe an die Talsperre Pöhl.  Fazit des Tages: Heute war wohl ein Reinfall. Außer zwei Strafzetteln, in einer Höhe von insgesamt 50 Euro, gab es keinerlei nennenswerte Ereignisse. Der Bus konnte nirgendwo halten und somit konnte auch kein Stand aufgebaut werden. Aus Trotz – oder auch aus Lust – machten sich einige Menschlein am späteren Abend noch auf den Weg, um die Stadt mit Aufklebern zu verschönern, andere nutzten die Zeit, um ein wenig Schlaf zu erhaschen und wiederum einige begaben sich auf Kneipentour. Insgesamt ein ruhiger Tag.

Heute sah der Tag schon etwas rosiger aus, wenn auch nicht das Wetter. Nachdem wir mit vielen umwegen dann doch auf dem Theaterplatz in Plauen angekommen sind haben wir im strömenden REGEN die Pavillons aufgebaut und den Stand gestaltet. Leider war der Standort nicht so optimal, ein wenig abseits des Weges waren wir leider etwas ab vom Schuss für junge Menschen. Naja, der Stand war trotzdem schön! Kontakte gepflegt haben wir mit der hiesigen Jugend und danach ging es in die Kreisgeschäftsstelle zum Workshop „Einführung ins Versammlungsrecht- am Beispiel Plauen Nazifrei“. Nach einer theoretischen Einleitung ging die Diskussion zu praktischen basics über, a lá ‚wie melde ich eine Demo an?‘, Was muss ich beachten?‘ und ‚Wie reagiere ich da und dort situationsgemäß?‘. Als Resümee würde ich sagen: puhh ganz schön viel Theorie aber gut, dass nun endlich zu wissen und nun demnächst entsprechend agieren zu können.

Heute lassen wir den Abend mal wieder mit einem leckeren Essen ausklingen (hierbei danke an unseren zugeflogenen Super-Koch aus der Alten Brauerei, der ganz leckeres veganes Essen kochen kann!!!) und mal sehen was noch kommt.

Morgen gehts dann gefühlt viiiiieeel zu zeitig nach Limbach-Oberfrohna weiter. Wo wir mit einem Superinfostand mit Workshops wie Beutel-nähen, Jingel-basteln und dem Vortrag ‚Sexismus und Mackerscheiße in er Antifaszene‘ auftrumpfen werden. Hoffentlich spielt morgen das Wetter mit. Bekanntlich ist ja Limbach-Oberfrohna kein unbeschriebenes blatt.

So jetzt gibts lecker Hapa Hapa.

müsli, müsli, yumm yumm yumm

bis dahin

Die ganze Paraden-Bande

Station 7: Annaberg-Buchholz Strahlender Fleck Dunkeldeutschlands

Ausschlafen, Mittagsschlaf, früh im Bett. Ja unser Sonntag war doch recht erholsam! Das war auch bitter nötig, da verbale Diarröh sich so langsam unter den fleißigen Mitfahrer_innen breit machte. Aber genug vom Gammeln!

Bekanntlich hat Morgenstund ja Gold im Mund. Leider bietet dieses Gold nicht genug Anreiz um uns aus den bequemen Betten der Steigerhäuser zu locken. Erst nach einer halbstündigen Odyssee durch unterschiedlichste Weckersounds und dem damit einhergehenden Gegrummel schafften wir es am Ende doch noch aus dem Bett und starteten pünktlich unsere Fahrt nach Annaberg-Buchholz. Dank zahlreicher Umleitungen haben wir auch nur knapp 3 Stunden für die Strecke gebraucht, geplant waren 1 ½ -2  Stunden, Held_innen bei der Arbeit eben. :)

Endlich in Annaberg-Bucholz angekommen, empfingen uns auch schon viele nette Menschen in der Alten Brauerei, einem tollen soziokulturellen Zentrum mitten im braunen Sumpf Dunkeldeutschlands.

Da ein Stand als zu heikel eingeschätzt wurde, nutzen wir die Zeit ebenso sinnvoll um die Menschen hier kennen zu lernen. Sommerrodeln und Freibad waren angesagt! Hurra! Politische Arbeit macht halt einfach wahnsinnig viel Spaß. ;)

Wieder zurück zur alten Brauerei und vegane Soljanka und Aufstriche verputzen! Großes Lob auch hier noch mal an die tollen Köch_innen! Lecker! Nun lassen wir den Abend mit fleißigem Beutel nähen ausklingen und freuen uns schon sehr auf morgen. Da sind wir nämlich in Pöhl. Wir rollen weiter und ihr lest hoffentlich fleißig mit. :)

Mission 5 & 6 accomplished: Görlitz & Pirna!

Es ist Sonntag. Wir befinden uns wahrscheinlich in einem der tiefsten Teile Dunkeldeutschlands in einer kleinen Hütte – ringsum weitere solcher Häuser und sonst nur Natur. Der Weg hier hoch letzte Nacht hätte uns fast eine Mahlzeit gekostet, da wir gefühlte 3000 Kilometer bergauf mussten und die Zutaten zum Kochen sich selbstständig machten und in die Büsche flohen. Am Ende kam aber doch noch ein leckeres und endlich mal richtig gesundes Essen auf den Tisch. Aber kommen wir erstmal zu den Geschehnissen der letzten Tage. Da wir keine Internetverbindung ranbekommen haben, können wir erst heute davon berichten.

Am Donnerstag führte der Plan uns nach Görlitz auf den Marktplatz. Wir waren natürlich alle mal wieder gespannt, was uns da erwarten würde. Mit (mal wieder ;) etwas Verspätung trafen wir auch dort ein, wo uns auch schon ein paar Herren erwarteten und beim Aufbau halfen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Wind, der uns das Infomaterial um die Ohren wedelte, lief der Tag ziemlich gut. Ich würde behaupten, es war sogar der menschenreichste bisher. Auf dem Marktplatz befanden sich zu dieser Zeit viele Jugendliche, die auch rüber zum Stand kamen, um Material mitzunehmen und auch mal nachzufragen. Einige von ihnen verschönerten ihre Skateboards an Ort und Stelle mit „Knutschen ist wichtiger als Deutschland“-Aufklebern, was uns natürlich ein Lächeln ins Gesicht zauberte. So ging es dann auch weiter, bis die Sonne weg war und wir uns dazu entschieden, abzubauen. Danach ging es Richtung Schlafstätte. Mal wieder waren wir gespannt und hofften so sehr, dass uns etwas besseres erwarten würde als am Tag vorher in Zittau.. das Schicksal meinte es gut mit uns: ein wundervolles Hausprojekt mit tollen Bewohner_innen! Wir bezogen unsere Betten und aßen oben auf dem Dach zu Abend. Es war großartig. Die Aussicht. Das Haus. Auf einem Dach weiter unten, das auch zum Haus gehört, entdeckten wir eine Badewanne, was uns noch glücklicher stimmte. Die Sonne ging unter, wir wurden immer erschöpfter und damit die Gespräche immer blöder. Denn nach müde kommt ja bekanntlich doof. ;) Später saßen wir noch mit ein paar Menschen des Hausprojekts auf dem Dach mit der Badewanne, tranken Bier und unterhielten uns, bis schließlich doch die Müdigkeit siegte und wir zufrieden ins Bett fielen.

Doch leider war auch diese Nacht nicht lang genug und wir machten uns in den frühen Morgenstunden auf den Weg nach Pirna. Schade, denn noch immer ärgerten wir uns, dass wir die Möglichkeit nicht nutzen konnten, bereits eine Nacht vorher in Görlitz zu übernachten anstatt in Zittau. Nun ja, die Fahrt war anstrengend – besonders für unsere beiden Fahrer_innen. Langsam merkten wir, wie diese Woche an unseren Kräften nagte. In Pirna angekommen erwartete uns bereits Ina – wir waren mal wieder zu spät. Aber Zeit zum Essen gibt es natürlich immer, deshalb stärkten wir uns erstmal mit leckeren chinesischen Gerichten. Und dann ging es auch schon an die Elbe zum Aufbau. Ein schönes Plätzchen. Ein paar junge Antifas erwarteten uns anscheinend auch schon, halfen beim Aufbau und genossen mit uns den Tag. Zwar kamen nicht so viele Menschen am Stand vorbei wie am Tag davor, aber es waren doch einige. Und auch beim Beutelnäh-Workshop fanden sich Teilnehmer_innen. Nach einem langen Tag packten wir dann auch zusammen und genossen dabei den Sonnenuntergang an der Elbe. Ein schönes Bild. Und auch eine Gruppe von weiteren antifaschistischen Menschen gesellte sich dazu, um noch ein bisschen zu reden. Danach ging es aber auch schon schnurrstracks Richtung Kaufland, um für das Abendessen einzukaufen. Lutz, Ina und der kleine Pablo leiteten uns zu dem Häuschen, in dem wir schlafen sollten und dann nahm alles seinen Lauf – wie anfangs bereits beschrieben.

Nun sitzen wir hier draußen in der idyllischen Natur und freuen uns über diese zwei schönen Tage. Aber auch darüber, dass wir endlich ein wenig Zeit haben, um neue Kräfte zu tanken für die nächste Woche. Denn morgen geht es bereits nach Annaberg-Buchholz. Wir sind gespannt. Ihr seid es hoffentlich auch. Bis dahin: au revoir. :)

4. Station: Zittau!

Zittau, die alte Stadt der Einbahnstraßen und Kreisverkehre, hieß also die 4te Station der Provinzparade.
Nachdem wir es geschafft hatten zum Zittauer Büro der LINKEN zu gelangen, ging es nach kurzen Beratungen wegen des durchwachsenen Wetters auch alsbald zum Olbersdorfer See.
Dort angekommen durften wir den kompletten Stand inklusive Sofa und Musikanlage erst einmal einen gefühlten Kilometer zum Strand tragen, bevor uns bewusst wurde, dass wir doch die Befugnis hatten die Matrerialien mittels den Autos an den Strand zu transportieren, na verpeilen kanns ja Jede_r mal.

Nach ein paar Stündchen entspanntem Rumliegen und -sitzen am See bei guter Musik war der Andrang am Stand doch

insgesamt eher bescheiden, so ging es dann auch bald zurück nach Zittau, denn ein spannender Workshop erwartete uns im Zittauer Büro der LINKEN.
In dem Workshop „Alternativen zum beloschewistischen Kommunismus“ erfuhren wir viel über anarchistische Experimente in der Ukraine und der damaligen UdSSR und deren Niederschlagung durch die Rote Armee.

Anschließend haben wir den Tag bei gemütlichem Grillabend ausklingen lassen und durften nebenbei auch die ein oder andere sexistisch

e oder homophobe Aussage einiger Weniger der anwesenden Menschen vernehmen, bevor wir uns momentan mal ganz ohne Party von einem amüsanten Film früh in den Schlaf wiegen lassen.

Denn morgen geht es wieder einmal früh los damit wir pünktlich 10 Uhr da sein können um bei hoffentlich gutem Wetter mit Blauwal-Pool, guter Musik, Sofa und Stand unsere 5te Station namens Görlitz zu rocken!

3. Station: Hoyerswerda!

Hoyerswerda ist eckig. Inclusive vieler eckiger hässlicher Aufkleber, die es am dritten Tag der Provinzparade mit unseren bunten zu überstickern gibt. Ein bisschen verspätet treffen wir im Büro von Caren Lay ein, um mit Struppi zu frühstücken.

Irgendwann stellen wir fest, dass etwas fehlt. Ohne jegliche Spur und Nachricht zu hinterlassen, verlässt uns der Autoschlüssel von Roy und trotz einer intensiven Suche durch Marie und Struppi will er sich nicht zeigen. Also Planänderung: eine Abordnung fährt nach Dresden, um einen Ersatz zu besorgen, der Rest macht einen „Stadtspaziergang“, um die allerschönsten Ecken dieser wunderhübschen Stadt kennenzulernen.

Mit einer winzigen Verspätung treffen wir bei Sonnenuntergang am Geyerswalder See ein. Glücklicherweise hat sich das Wetter gehalten. Wir bauen also den Stand auf, hören auf dem extra für uns geschotterten Platz schöne Musik – allerdings will uns keiner so richtig besuchen. Am Strand bauen vier schöne Menschen Deutschland nach, um es dann mit Steinen zu bewerfen.

Nach 2 Stunden entspannter Standbetreuung übernehmen wir einen örtlichen Einkaufsmarkt, um die Zutaten für ein dekadentes Mahl zusammenzustellen – Kokosmilch-Tofu-Curry mit Reis und Nudeln. In der KuFa Hoy angekommen, versuchen wir, einen unvollständigen Pavillon aufzubauen, was leider nur teilweise klappt. Wir haben sehr geweint. Allerdings funktionieren die Plantschbecken prima!

Schon während der Kochsession zeichnet sich ab, dass wir da etwas großartiges fabriziert haben. Und entgegen allen Prognosen reicht das Essen für die drölftausend Menschen sogar.

Was danach kommt, ist mir nur noch schleierhaft in Erinnerung. Es gewittert, auf der KuFa-Terasse gibt es keine Luft mehr, sondern nur noch Wasser. Jemensch bezeichnet dies folgendermaßen: „Das Licht ist gut, die Musik auch und die Soundeffekte erst!“. Die hedonistische Front des Abends tanzt nämlich irgendwann in Badebekleidung draußen.

Autorin: LMJ